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Transzendenz als Ziel

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Der Spiegel der Realität
Transzendenz als Ziel

(Thema Der Weg zu Krishna)

 

Wenn etwas beschrieben werden soll, was jenseits unserer Wahrnehmung und somit unserer Erfahrungen liegt, fehlen die Bezugspunkte. Jegliche Beschreibungen werden von uns in den eigenen Erfahrungen gespiegelt. Da wir (das Selbst, die Seele) jedoch  transzendental bzw. spirituell sind, können bei Beschreibungen über die spirituelle Realität tiefste Er-Innerungen und Sehnsüchte erwachen. Beschreibungen der transzendentalen Realität können Tore sein, durch welche wir die Transzendenz erblicken können. Aus der mir bekannten Vaisnava-Tradition sind heute zahlreiche literarische Werke frei zugänglich, welche Beschreibungen der vertraulichen Spiele Gottes in dieser Welt wie auch in der spirituellen Welt (der transzendentalen Dimension)
enthalten. Die Spirituelle Realität wird als eine unendliche, ewig währende Welt beschrieben. Diese Welt leuchtet aus sich heraus, und besteht aus der Form-gewordenen-Liebe zwischen Krishna und den Lebewesen. Unter dieser „Form-gewordenen Liebe“ sollte man kein materielles Konzept vermuten. Es ist die reine Liebesenergie (prema bhakti), welche eine für den Transzendentalisten sichtbare Gestalt annimmt und Grundlage für die göttlichen Spiele (lila) zwischen Krishna und den individuellen Seelen ist.

Die transzendentale Natur der Seele erblüht in der direkten Gemeinschaft mit Krishna. Von der Egozentrik befreit, entfaltet die reine Seele ihr transzendentales Wesen durch ihre Beziehung mit
Krishna. Der liebevolle Austausch zwischen Krishna und den individuellen Seelen ist die Substanz, aus welcher der wahre Körper des Atma zum Vorschein tritt. Dieser leuchtende „Körper“ trägt keine Schwingung selbstischer Motive mehr in sich. Die Form, die Schönheit und der Schmuck des transzendentalen Körpers ist die direkte Manifestation der überschäumenden Liebe der Seele zu Gott.

Jegliche Eigenheit des wahren Selbst ist durchdrungen vom Wunsch, Krishna/Gott zu erfreuen, seine Liebe Krishna darzubringen, Krishna zu beglücken, sich Krishna hinzugeben.
Wenn der Atma durch seine Hingabe Krishnas transzendentale Freude zu steigern vermag, so erfährt er eine unbeschreibliche transzendentale Ekstase (prema). Je mehr das Lebewesen seine selbstischen Wünsche nach der eigenen Zufriedenheit aufgibt und sich nur noch in die Hingabe zu Krishna versenkt, desto stärker wächst die transzendentale Freude (prema) der unverhüllten Seele.