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Der Spiegel der Realität

Selbsterkenntnis Wer ist Krishna? Der Weg zu Krishna Irrwege und Umwege

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Tätigkeit zur Freude Gottes
Das Prinzip des Lehrers
Einweihung
Lernerfahrungen
Harmonie & Ausgeglichenheit
Respekt
Der Spiegel der Realität
Transzendenz als Ziel

(Thema Der Weg zu Krishna)

 

Die im JETZT erfahrene Welt ist zum Zeitpunkt des Erlebens existent, bzw. eine Realität. Die Zeit ist jedoch die Vernichterin der Realitäten. Was heute existiert, muss morgen nicht mehr sein. Materie ist im Strom der Zeit beliebig umformbar. Es ist die Zeit, die alles erschafft  und wieder vernichtet. 

 

Dennoch hat diese endlos wandelbare Welt etwas Beständiges, etwas von realem Wert für den Suchenden: Sie ist die verzerrte Spiegelung der spirituellen Realität. Der reale Hintergrund hinter der zeitweiligen Spiegelung ist die ewige transzendentale Realität.

 

Der Spiegelung fehlen jedoch immer die Dimensionen des Gespiegelten. Als Analogie aus dieser Welt mag das Spiegelbild eines glatten Teiches dienen:  Wir sehen durch die Reflektion der Wasseroberfläche das 2-dimensionale Bild des Gespiegelten. Doch gibt das Spiegelbild nur eine Ahnung von der gespiegelten Realität. Es fehlt z.B. die 3-Dimensionalität der Umgebung, die Möglichkeit Bäume zu fühlen, Blumen zu riechen, Vogelgezwitscher zu hören, einen Luftzug zu fühlen usw.

Dennoch kann ein Spiegelbild, mag es auch verzerrt und trüb sein, die Erinnerung an das Gespiegelte erwecken. Durch den Fokus des Suchenden auf das Spirituelle können also aus der Wahrnehmung dieser materiellen Welt Erinnerungen der Seele an die wahre spirituelle Natur geweckt werden.

 

Die Mängel des Spiegelbildes

In der Reflektion, der materiellen Welt, fehlen die Dimensionen der Natur der Seele. Da wir meistens nur die materielle Welt wahrnehmen, herrscht ein stetiger Mangel. Die Seele ist von Natur aus ewig,  voller Bewusstsein und voller Freude. Der Mangel entsteht grundsätzlich aus:

- der Vergänglichkeit dieser Welt

- dem eingeschränkten und bedeckten Bewusstsein  - den stetig wiederkehrenden leidvollen Erfahrungen.

 

Die Erfahrung von Leid, Vergänglichkeit und bedecktem Bewusstsein ist nicht eine "böse Absicht Gottes", sondern lediglich die natürliche Folge aus dem Wunsch, ein von Gott abgewandtes egozentriertes Leben zu führen.

Die ewige Seele ist unbegrenzt und kann daher durch etwas Begrenztes und Zeitweiliges niemals zu­frieden werden. Nur die Unbegrenztheit Gottes erfüllt sämtliche Bedürfnisse der Seele, ohne die direkte Gotteserfahrung kann die Seele nicht dauerhaft glücklich sein.