Persönliches Kontakt Literatur Glossar sitemap

Die Illusion - maya shakti

Selbsterkenntnis Wer ist Krishna? Der Weg zu Krishna Irrwege und Umwege

Nach oben
Der physische Körper
Der feinstoffliche Körper
Die Seele - der atma
Die Seele als Teil Gottes
Die Illusion - maya shakti

Das Konzept der Illusion beschreiben die vedischen Schriften wie folgt:

In der spirituellen Welt ist das Bewusstsein und die Wahrnehmung eines jeden Atma auf Gott, Krishna, ausgerichtet. Gott ist der Allanziehende und für die Seelen das Zentrum jeglicher Wahrnehmung. Unsere hier wahrnehmbare Welt, ist ein Übungsfeld für jene Seelen, die selber im Zentrum stehen möchten. Um diesen Wunsch der Seelen zu erfüllen, manifestiert Gott die illusionierende Energie – maya shakti. 

Der freie Wille ist ein Grundrecht jedes Individuums.
Er ist Grundlage und Voraussetzung für Liebe. Ohne freien Willen wäre alles Zwang. Durch freien Willen kann jede Seele wählen, ob sie Gemeinschaft mit Gott haben will oder nicht. Die Maya-Energie ist erforderlich, um uns die Freiheit zu gewähren, Gott nicht direkt wahrzunehmen.

 

Die illusionierende Energie bewirkt, dass der atma im Zentrum seiner Wahrnehmungen steht. Alles was wahrgenommen wird, scheint einen direkten oder indirekten Zusammenhang mit dem Wahrnehmenden zu haben. Die Maya-Energie verschleiert die eigentliche Omnipräsenz von Gott. Maya ist also ein Bewusstseinszustand, der entsteht, wenn wir unsere ursprüngliche Identität vergessen und uns mit vergänglichen Formen identifizieren. Identität und Identifikation sind nicht dasselbe!

Der verwirklichte Transzendentalist kann diese Welt der Materie durchaus als Realität wahrnehmen und sich darin bewegen, doch er sieht sie nicht mehr als getrennt von Gott, er sieht überall in dieser Welt die Präsenz Gottes. Die Materie als solche ist keine Illusion, sie ist eine Realität die sich ständig wandelt..

Wer erleuchtet ist,

sieht mich überall und sieht alles in mir.

Diejenigen, die mich in allem

und alles in mir sehen,

sind nie von mir getrennt,

und ich bin nie von ihnen getrennt.

(Bhagavad-gita 6,30-31)